Schlafstörung

Von einer Schlafstörung spricht man, wenn eine Person mindestens dreimal wöchentlich über einen Monat lang Probleme mit dem Ein- oder Durchschlafen hat. Einschlafstörungen liegen vor, wenn mehr als eine halbe Stunde bis zum Einschlafen vergeht. Von Durchschlafstörungen spricht man, wenn nach einem nächtlichen Aufwachen mehr als eine halbe Stunde vergeht, bis der Betroffene wieder einschlafen kann.

Die Folgen von Schlafstörungen können Konzentrationsstörungen, Müdigkeit, Reizbarkeit und Störungen des Gedächtnisses (Kurzzeitgedächtnis) sein.

Viele Wirkstoffe können eine Insomnie (Schlaflosigkeit) mitverursachen oder auch der alleinige Grund dafür sein. Bei multimedizierten Patienten kommen wahrscheinlich gleich mehrere Medikamente in Frage, die die Schlafstörung als Nebenwirkung verzeichnen.

Betroffene sollte in jedem Fall versuchen – neben der ärztlich begleiteten Medikationsanpassung – durch Maßnahmen der „Schlafhygiene“ ihre Situation zu verbessern.

Besondere Vorsicht ist bei Arzneimitteln angebracht, die nur kurzfristig (z.B. 4 Wochen, inkl. (!!!!) 2 Wochen Ausschleichphase) lt. Zulassung angewendet werden dürfen. Sprechen Sie Ihren Arzt darauf an. Ob mit diesen Arzneimitteln eine dauerhafte Lösung verbunden ist – ohne dass eine Abhängigkeit für Sie eintritt, sollte Ihr Arzt entscheiden.


Leistungsumfang der Medikations-Risiko-Darstellung:

Zum Thema Schlafstörung durch Arzneimittel werden folgende Nebenwirkungen und die dazu passenden Beschwerden analysiert:

  1. Nebenwirkungen / Beschwerden bei Schlafstörung
    • Schlafstörung
    • „Wachheit“ im Sinne von Schlaflosigkeit
    • Schläfrigkeit
    • Muskelkrämpfe
    • Unruhige Beine („Restless Legs“)
    • Unruhe
    • Depression
    • Tachykardie
    • nicht abrupt absetzen
       
  2. Essentielle Nebenwirkungen bei Schlafstörung (ohne unmittelbare Beschreibung durch Patienten)
    • ACB (anticholinerge Last)
    • Serotoninerge Arzneimittel
    • Hyponatriämie
    • QT-Zeit Verlängerung
    • Priscus-Liste (Negativ-Liste für Arzneimittel bei geriatrischen Patienten)
    • nicht abrupt absetzen (Wegen einer eventuellen Medikationsanpassung)

Die analytische Auswertung berücksichtigt das qualitative Auftreten der genannten Nebenwirkungen sowie deren Quantität innerhalb der Medikation. Wahrscheinlichkeitsangaben über das Eintreten einer Nebenwirkung erfolgen nicht.

Wechselwirkungen werden gesondert aufgeführt.

Wir verweisen an dieser Stelle auch auf die Beachtung derAGB und der Datenschutzhinweise.

Bei der Medikations-Risiko-Darstellung handelt es sich um eine Medikationsanalyse ohne abschließende Erfolgsgarantie. Es gibt keine Garantie dafür, dass nach Umsetzung der Analyse Neben- und Wechselwirkungen wirklich verschwinden. Wir halten jedoch die Chancen dafür sehr hoch, wenn es ärztlicherseits gelingt, auf Basis der Medikations-Risiko-Darstellung  beispielsweise die Multimedikation zu verringern, die Anwendungsdosierungen anzupassen oder andere, geeignetere Medikamente zur Behandlung einzusetzen, wenn sich diese Optionen ergeben.