Geriatrische Pharmazie

Das Ziel der Geriatrischen Pharmazie ist die Begleitung des Medikationsprozesses für Patienten mit Multimedikation (Polypharmazie) und ältere, pflegebedürftige Menschen, die beispielsweise mehrfach chronisch erkrankt sind.

Um dieses Ziel zu erreichen, sind zunächst die Erkennung und dann die Offenlegung von Medikationsrisiken erforderlich, um eine verwertbare Information zu erhalten. Die bisher dazu gebräuchlichen Instrumente reichen aber offensichtlich nicht aus, um in einer angemessenen Zeit und mit gezielten analytischen Methoden ein verwertbares Ergebnis zu erzielen.

ApoThesen GmbH hat sich die Aufgabe gestellt, Arzneimittelanalysen so zu gestalten, dass diese gezielt, d.h. für geriatrische Patienten und für sehr häufige und wichtige Indikationen im Alter in Echtzeit darstellbar sind. Natürlich müssen  indikationsbezogene Beschwerden auch den potenziell auslösenden Wirkstoffen zuordenbar sein.

Der Autor hat sich daher schon sehr früh für die Geriatrische Pharmazie eingesetzt und sich der Weiterbildung „Geriatrische Pharmazie“ unterzogen.

Die Geriatrische Pharmazie berücksichtigt insbesondere, dass ältere Menschen grundsätzlich eine geringere Nieren- und Leberleistung haben. Für die Verstoffwechselung von Wirkstoffen bedeutet dies in der Regel höhere Plasmakonzentrationen und/oder eine längere Wirkungsdauer.

Zudem reagiert das Hirn älterer Menschen viel sensibler auf – zentralgängige – Arzneimittel. Daraus ergeben sich beispielsweise für die Medikationsanpassung für den Arzt konkrete Hinweise, insbesondere genau dann, wenn ein Patient über Nebenwirkungen klagt, die im Spektrum der potenziell auslösenden Wirkstoffe liegen.

ApoThesen erkennt diese „Engstellen“ durch eine gezielte Abfrage von indikationsgebundenen Beschwerden und der arzneimittelbezogenen Zuordnung. Diese werden in unserer Medikations-Risiko-Darstellung angezeigt und können dem behandelnden Arzt zur Anpassung der Medikation vorgelegt werden.

Auf diese Weise wurden schon viele Patienten von Leiden befreit, die tatsächlich medikamentös ausgelöst wurden.  Wege zur Reduktion von Arzneimitteln bei geriatrischen Patienten sind beschrieben und von Ärzten veröffentlicht worden.

Link: http://www.draloisdengg.at/bilder/pdf/PolypharmakotherapieAlgorithmus2011.pdf